Vorsitzende Gisela Steinbach berichtete den Mitgliedern, dass der Vorstand wegen des Krieges seine üblichen halbjährlichen Besuche bei den Partnern nicht durchführen kann, dass die Arbeit in der Ukraine aber zuverlässig weiterläuft. Der Verein sei sehr froh über seine Partner in Wyschgorod und Bila Zerkwa, weil diese die Arbeit selbstständig weiterführen. In Wyschgorod werden nach wie vor die schwer kranken Kinder bei der Beschaffung notwendiger Medikamente und Therapien unterstützt und in Notfällen Familienhilfe geleistet, so Steinbach. In Bila Zerkwa läuft die Armenküche weiter, welche vom hiesigen Verein voll finanziert wird. Die Hilfsgüter aus dem letzten Transport seien sehr rasch verteilt gewesen; man warte dringend auf den nächsten Transport. Besonders gefragt sei weiße Bettwäsche gewesen, weil die Frauen daraus für den Winter Tarnung für die Soldaten schneiderten.
Spendenaufruf: Herrenunterwäsche
Einen besonderen Bedarf gebe es wegen des Krieges an Herrenunterwäsche. Die Soldaten hätten zwei Wochen Fronteinsatz, während dessen Körperpflege oder Kleiderwechsel nicht möglich seien. Nach diesen zwei Wochen müsse die Unterwäsche komplett entsorgt werden. Der Verein bittet daher verstärkt um solche Unterwäsche.
Der Partner in Bila Zerkwa, eine kleine Kirchengemeinde, wird im Sommer wieder eine Kinderfreizeit durchführen, bei der geflüchtete und einheimische Kinder gemeinsam ein paar Tage Unbeschwertheit erleben sollen. Die psychische Belastung durch die ständigen Luftalarme und die häufigen Überflüge der russischen Drohnen mit ihrer Unberechenbarkeit des Einschlags sei sehr groß. Die Kirchengemeinde führt in Zusammenarbeit mit anderen Kirchen auch regelmäßige Treffen der aus den Kriegsgebieten Geflüchteten durch, damit die Menschen den Kontakt zu anderen aus derselben Stadt nicht verlieren. Auch werden mittlerweile täglich stark besuchte Gottesdienste durchgeführt, weil die Menschen danach verlangen.
Der ukrainische Staat sei so sehr mit dem Krieg beschäftigt, dass er die Unterstützung der im Inland geflüchteten Menschen weder organisatorisch noch finanziell schafft. Alle Hilfe für Flüchtlinge gehe von den christlichen Kirchen aus oder erfolge in privater Initiative. Dadurch sei in der Ukraine eine neue Solidarität gewachsen.
Wilfried Wasserfuhr 2. Vorsitzender
Nach dem Bericht von Gisela Steinbach wurden die Wahlen zum Vorstand durchgeführt, die sämtlich einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen ausfielen. Der neue 2. Vorsitzende ist Wilfried Wasserfuhr aus Marienheide, der seit vielen Jahren aktiv sowohl in der früheren Kinderbetreuung mitarbeitete als auch regelmäßig bei den Hilfsgüterannahmen und dem Verladen der Hilfsgüter dabei war und die Arbeit auch durch seine Teilnahme aus Reisen in die Ukraine kennt.
Wer Fragen zur Arbeit des Vereins hat, kann sich an Gisela Steinbach wenden ([email protected] oder Tel.: 02359 / 903173).











