Kurze Ansprache von Trainer Olaf Kewitsch – Rückblick auf den erfolgreichen Saisonstart mit einem 3:1-Sieg im Westfalenpokal am 17. August. Dann geht es für die Damen des SC Drolshagen ans Aufwärmen. Training für die nächste Aufgabe: Start der Punktspiele in der Landesliga. Der Gegner: BSV Heeren. Da will das Team aus Drolshagen wieder oben in der Tabelle mitmischen. Die Klasse finden auch Spielerinnen aus dem Märkischen Kreis klasse.

Vier haben sich dem SC Drolshagen angeschlossen. Sie kommen aus Meinerzhagen, Valbert, Herscheid und Werdohl. Der Club im Nachbarkreis bietet ihnen die Chance, höherklassig zu spielen. Nadine Schiefelbein (28) hatte schon sechs Jahre Landesliga in Iserlohn gespielt und „wollte sportliche Erfolge sehen." Nach der Sperrung der Rahmedetalbrücke kickte sie zunächst in Herscheid. Um in einer höheren Liga zu spielen, „war Drolshagen die erste Anlaufstelle“, sagt sie.

Die Damenmannschaft spielt auf konstant hohem Niveau. Für die Meinerzhagenerin „war das attraktiv." Die letzte Saison war top. Die SC-Damen holten Feld- und Hallenpokal auf Kreisebene. Zudem sieht sie sich in „einem super Team."

Jule Dörnen (22) kam schon als Kind von RSV Listertal zum Drolshagener Club. Aus der B-Jugend kannte sie die Tochter des Trainers, schaute sich in Drolshagen um und blieb beim SC hängen. „Ich bin schon die zehnte Saison hier“, resümiert sie und ist sich sicher: „Das Gesamtpaket hier stimmt - und das Teamgefühl auch."

Der Verein sieht sich selbst in guter Position, ist breit aufgestellt, mit gutem Unterbau. Für alle Teams, auch B-, C- und D-Mädchenmannschaften, stehen engagierte Trainer- und Betreuerteams zur Verfügung. „Eine Motivation ist sicher immer die Spielklasse, da wir mit unserer Damenmannschaft seit vielen Jahren gefestigt in der Landesliga spielen“, sieht Marie Schröder von der Mannschaftsleitung einen Grund, dass auch auswärtige Spielerinnen gerne zum SC kommen.

Leistung und Teamgeist als Motivatoren

Carina Pohl (17) aus Herscheid gehört zu den Youngsters in der Damenmannschaft. Sie spielt Fußball seit sie sieben wurde, zuletzt in der B-Jugend. Sie wollte jetzt „mehr auf Leistung gucken und höher spielen." Ihr Ziel: „Hier Fuß fassen und in der ersten Saison mit dem Team gut klarkommen.“

Für Punktspiele müssen die SC-Kickerinnen weit fahren. Mannschaften, die in ihrer Liga spielen, sind in der Region kaum vertreten. Gegnerinnen kommen aus dem Raum Kamen/Hamm, vom BVB in Dortmund oder aus Bochum. Versuche, gute Spielerinnen abzuwerben, gebe es auch. „Bisher konnten wir alle überzeugen, zu bleiben“, ist Jule Dörnen stolz auf den Zusammenhalt.

Der hält auch, wenn Aktive ausscheiden. „Gemeinschaft spielt schon eine wichtige Rolle“, meint Nadine Schiefelbein, die sich gelegentlich auch Gedanken macht, „wie lange der Körper das mitmacht.“ Wer nicht mehr aktiv sei, bleibe aber dabei. „Ehemalige kommen zu Spielen, feuern an. Man trifft sich“, sagt sie. Das mache die Damenabteilung des SC aus. Seit mehr als zehn Jahren spielen die SC-Damen, mit nur einem Jahr Unterbrechung, in der Landesliga. Dass das so bleibt, daran wollen die Kickerinnen aus dem MK mitwirken.