An der Gemeinschaftshalle in Herscheid läuft derzeit der dritte und letzte Sanierungs- und Bauabschnitt. Wenn der fertig ist, ist die Halle runderneuert und bildschön - das darf man sagen, ohne rot zu werden. Ab dem Herbst soll der Hallenplatz reenoviert und aufgewertet werden - dem sieht der Schützenverein mit sehr gemischten Gefühlen entgegen, vertraute Schützenvereins-Vorsitzender Volker Halbhuber den Lokalpolitikern der UWG bei einem Ortstermin an. Denn man sieht die reale Gefahr, dass die Parkplätze nach dem Umbau nicht mehr ausreichen.
Der Rundgang durchs Dorf begann für die UWG-Politiker am Hallenplatz. Schützenvereins-Vorsitzender Volker Halbhuber zeigte, was beim dritten Bauabschnitt mit der Halle geschieht. Grob gesagt, besteht das Gebäude aus dem zur Lüdenscheider Straße hin gelegenen Baukörper, der die Funktionsräume wie Küche und Toiletten aufnimmt, das Treppenhaus und die Empore, sowie dem Langhaus, das die eigentliche Halle darstellt. Der vordere Baukörper wird energetisch saniert und mit Holzpaneelen verkleidet, das Langhaus wird zum unteren Parkplatz hin und zur nach Norden (Rahlenberg) weisenden Stirnseite verputzt. Ende September sollen die Arbeiten beendet sein.

Den Hallenplatz teilt derzeit eine zum Gulli führende Regenablaufrinne in eine Nord- und eine Südhälfte. Die Nordhälfte soll purer Parkplatz bleiben, während die Südhälfte (vor der Halle) gestaltet und möbliert werden soll. Im Schützenverein fürchtet man zweierlei: Ungebetene Gäste, die Müll hinterlassen und nicht pfleglich mit den Sitzgelegenheiten umgehen, und einen Verlust an Parkplätzen. Gerade bei größeren Veranstaltungen werde jede Parkmöglichkeit gebraucht; es sei der Sache nicht dienlich, wenn künftig überall im Dorf (oft dann verbotenerweise) geparkt werde.
Dabei zeichne sich bereits jetzt ab, dass die Schützenhalle nach der Sanierung deutlich besser gebucht werde und obendrein in eine Marktlücke stoße. "Andere haben keine Halle, die man schon ab 70 Gästen buchen kann; ideal ist unsere Halle bei 120 oder 140 Teilnehmern", hörten die Vertreter der UWG-Freien Wähler. Aus Kierspe, Meinerzhagen, ja sogar aus Gummersbach träfen inzwischen Buchungen ein.
Und wenn es Veranstaltungen mit 400 Teilnehmern gäbe - Stichwort Senioren-Weihnachtsfeier der Gemeinde - bedeute dies ein Pkw-Aufkommen von über 200 Fahrzeugen. Längst vorbei die Zeiten, als die Senioren mit Sonderbussen eingesammelt und zur Feier gebracht wurden!
Volker Halbhuber machte für den Schützenverein ("Wir werden außen vor gelassen, mit uns wird nicht gesprochen, weil der Hallenplatz das Grundstück der Gemeinde ist") deutlich, dass Halle und Parkplatzfrage nicht voneinander zu trennen sind. UWG-Vorsitzender Sebastian Jülich versprach, dass die Freien Wähler in die Rolle des Kümmerers schlüpfen wollen: "Wir nehmen das mit!"